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Schutzhandschuhe

Medizinische Schutzhandschuhe sind unersetzlich

Schutzhandschuhe sind Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung. Besonders in der Medizin schützen sie den Träger und den Patienten vor der Übertragung von Infektionen und Krankheiten. Deshalb gelten für medizinische Schutzhandschuhe ganz besonders hohe Anforderungen. Meist handelt es sich dabei um Einweghandschuhe, die nach Gebrauch entsorgt werden.

Beim Einsatz medizinischer Schutzhandschuhe treffen sich vielfältige Aspekte des Arbeits- und Infektionsschutzes. Grundsätzlich gilt: Das Tragen von Einweghandschuhen ersetzt keine hygienische Desinfektion der Hände. Sie unterstützen die Sterilität jedoch in großem Maße. Schutzhandschuhe im medizinischen Bereich werden vielfältig eingesetzt. Sie schützen den Träger vor der Kontamination mit Sekreten, Exkreten, Blut und Krankheitserregern. Indirekt helfen sie bei der Unterbrechung von Erregerketten und dem Unterbinden der Freisetzung von Erregern von den Händen in aseptische Bereiche. Letzteres betrifft in erster Linie medizinische Schutzhandschuhe, die Einwegprodukte sind. Die Verwendung solcher Handschuhe ist besonders angebracht, wenn die eventuellen Erreger nicht gegen alkohol-basierte Desinfektionsmittel empfindlich oder hochgradig gefährlich sind. Die medizinischen Einmalhandschuhe werden nach dem Ende der jeweiligen Tätigkeit abgelegt und professionell vernichtet. Dabei sollte stets eine neue Handdesinfektion erfolgen. Dadurch wird das Kontaminationsrisiko beim Ausziehen gesenkt, unerkannte Perforationen können keine weiteren Schäden verursachen. Wichtig wäre, dass der Träger auf ein kontaminationsfreies Ablegen der Handschuhe achtet.

Es gibt mehrere Arten medizinischer Schutzhandschuhe.

  1. Die Latexhandschuhe sind ganz besonders als Einmalprodukte beliebt, weil sie stark dehnbar und reißfest sind. So kommt es beim An- und Ausziehen nicht zu Beschädigungen. Dadurch erfährt der Träger guten Schutz und hohen Tragekomfort. Die meisten Sorten ermöglichen ein gutes Tastgefühl, das z.B. bei Untersuchungen unbedingt nötig ist. Der gepuderte Latexhandschuh erleichtert das Anziehen bei verschwitzten oder feuchten Händen. Das kann gerade bei schnellen Abläufen hilfreich sein.
  2. Nitrilhandschuhe sind stabil und reißfest, unterscheiden sich jedoch gegenüber den Latexhandschuhen durch die geringe Dehnbarkeit. Das Trage- und Tastempfinden ist ebenfalls ähnlich. Da sie über keine Latexanteile verfügen, sind sie besonders für Träger mit Latexallergie geeignet. Ihr großer Vorteil besteht in mikrorauen Fingerspitzen.
  3. Vinylhandschuhe gehören zu den weniger gängigen Modellen und werden für kurze Einsätze verwendet. Sie sind kaum elastisch. Der Rohstoff PVC erreicht in Kombination mit Weichmachern Flexibilität für komfortables Tragen. Sie werden hauptsächlich bei kurzen Tätigkeiten eingesetzt, bei denen es zu keinen starken mechanischen Belastungen kommt.
  4. Die PE-Handschuhe werden aus dem widerstandsfähigen Polyethylen hergestellt. Sie zeichnen sich durch enorme Stabilität, Belastbarkeit und universelle, kurzzeitige Einsatzfähigkeiten aus. Das folienartige Material lässt zudem Einheitsgrößen zu, dazu kommt ein günstiger Preis.
  5. Copolymer-Handschuhe bestehen aus einer weichen und sensitiven Folie. Diese ist latex- und PVC-frei.

Besonders beim Einsatz im medizinisch-chemischem Bereich muss beachtet werden, dass zahlreiche Chemikalien durch die Schutzhandschuhe nicht dauerhaft zurückgehalten werden können. Sie penetrieren nach und nach und finden so ihren Weg durch das Material. Im schlimmsten Fall wird das Material der Schutzhandschuhe nicht nur einfach durchdrungen, sondern sogar zerstört. Die Schnelligkeit dieses Vorgangs hängt vom Material der Handschuhe und der einwirkenden Chemikalien ab. Dazu gibt es von den Herstellern der Schutzhandschuhe entsprechende Tabellen. Manche Chemikalien zerstören sogar generell die Handschuhmaterialien. In solchen Fällen kommt es ganz besonders darauf an, die Tragedauer zu beachten.